Gezielte Förderung kommt an Das zeigt die vorliegende Studie deutlich. Sie analysiert die Entwicklung und Wirkung der Förderung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung über mehrere Generationen von Stipendiat:innen hinweg. Vor allem die Förderung der Bildungsgerechtigkeit bei bislang unterrepräsentierten Gruppen gelingt gut, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt: Der Erstakademiker:innen-Anteil ist mit 47 Prozent in der Friedrich-Ebert-Stiftung deutlich höher als unter den Studierenden generell (42 Prozent). Insbesondere zu Beginn des Jahr tausends gab es einen starken Anstieg, danach stabilisierte sich die Quote zwischen 45 und 47 Prozent. Bezüglich des Rückganges der Erstakademiker:innen-Quote im Vergleich zu den 1970er- und 1980er-Jahren ist zu berücksichti gen, dass sich seitdem die Bildungsqualifikationen der Elterngenerationen erheblich verändert haben. Nach den Kindern der Generation, die maßgeblich von der Bildungsexpansion profitiert haben, sind schon die Enkelkinder an den Hochschulen angekommen, wobei das Qualifikationsniveau der Generationen weiter angestiegen ist. Beim Geschlecht liegt die Quote der Stipendiatinnen mit 51 Prozent ähnlich hoch wie der aktu elle Frauenanteil unter den Studierenden in Deutschland. In den vergangenen Jahren konnte der Anteil kontinuierlich ausgebaut werden bis zum Erreichen der Gleichverteilung mit der Förderkohorte 2020–2024. Der Anteil der Geför derten mit Einwanderungsgeschichte ist seit 15 Jahren stetig auf inzwischen 29 Prozent angewachsen und liegt deutlich über dem aller Studierenden in Deutschland(17 Prozent). Die Friedrich-Ebert-Stiftung leistet also einen deutlichen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und sozialer Mobilität. Noch nicht ganz erreicht ist dagegen die breite Verteilung in der Hochschullandschaft. Jedoch steigen die Quoten in allen Fällen auch hier. Bei den Studienrichtungen dominieren Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften(RWS). Der Anteil an Geförderten aus MINT-Studienrichtungen stieg in den vergangen 20 Jahren deut lich auf mittlerweile 20 Prozent an. Der Anteil der MINT-Studierenden in Deutschland liegt bei 37 Prozent. Die Stipendien an Fachhochschulen auszubauen , bleibt ein wichtiges Ziel. Allerdings hat sich der Anteil seit 2015 hier bereits verdoppelt. Grafiken(S. 17): Quelle der Vergleichsdaten Geschlecht Statistisches Bundesamt, Genesis 21311-01: Deutsche und ausländische Studierende im Wintersemester 2024/25 nach Hochschularten und Ländern Bildungshintergrund Quelle der Vergleichsdaten: 22. Sozialerhebung 2023: 28 Einwanderungsgeschichte Quelle der Vergleichsdaten: 22. Sozialerhebung 2023: 32 Studienfächer Statistisches Bundesamt, Genesis 21311-04: Deutsche und ausländische Studierende und Studienanfänger:innen im Wintersemester 2024/2025 nach Fächergruppen, eigene Berechnung Hochschultyp Statistisches Bundesamt, Genesis 21311-01: Deutsche und ausländische Studierende im Wintersemester 2024/25 nach Hochschularten und Ländern, eigene Berechnung 16 Friedrich-Ebert-Stiftung
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Vom Potenzial zur Wirkung : Ergebnisse einer Verbleib- und Evaluationsstudie der Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
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