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Vom Potenzial zur Wirkung : Ergebnisse einer Verbleib- und Evaluationsstudie der Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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Qualifiziert und engagiert Im Vergleich zu den Erwerbstätigen mit Hochschulabschluss insgesamt ist von den Stipendiat:innen der Friedrich-Ebert-Stiftung mit rund 70 Prozent ein noch höherer Anteil mit hochkomplexen Tätigkeiten befasst: Sie sind in Forschung und Entwicklung, im Wissenschaftsbereich oder übernehmen Führungsaufgaben in Unternehmen. Der ebenfalls etwas höhere Anteil in den einfachen Tätigkeiten liegt fast ausschließlich an den jüngeren Jahrgängen: Aus der Kohorte 2020–2024 geben noch 13 Prozent eine Helfer­und Anlerntätigkeit an, sie starten gerade in ihr Berufsleben. Mit wachsendem Abstand zum Studium verschwindet diese Tätigkeitsform. Helfer- und Anlerntätigkeiten sind typischerweise einfache, wenig kom­plexe(Routine-)Tätigkeiten, für die in der Regel keine oder nur geringe spezifische Fachkenntnisse erforderlich sind. Normaler­weise wird kein formaler beruflicher Bil­dungsabschluss bzw. lediglich eine ein­jährige(geregelte) Berufsausbildung vorausgesetzt. Fachlich ausgerichtete Tätigkeiten setzen fundierte Fachkenntnisse und Fertig­keiten voraus, die meist im Rahmen einer zwei- bis dreijährigen Berufsausbildung, durch Abschluss an einer Berufsfach- bzw. Kollegschule oder eine entsprechende Berufserfahrung erworben werden. Komplexe Spezialistenätigkeiten sind mit Spezialkenntnissen und-fertig­keiten verbunden: höhere Anforderungen an das fachliche Wissen, gehobene Fach­und Führungsaufgaben sowie Planungs­und Kontrolltätigkeiten. Basis ist meist eine Meister- oder Technikerausbildung bzw. ein gleichwertiger Fachschul- oder Hoch­schulabschluss, häufig auch entsprechende Berufserfahrung und/oder informelle beruf­liche Ausbildung. Hoch komplexe Tätigkeiten erfordern ein hohes Kenntnis- und Fertig­keitsniveau: Entwicklungs-, Forschungs­und Diagnosetätigkeiten, Wissensvermitt­lung sowie Leitungs- und Führungsauf­gaben innerhalb eines(großen) Unterneh­mens. Voraussetzung ist in der Regel eine mindestens vierjährige Hochschulaus­bildung mit Abschluss und/oder eine ent­sprechende Berufserfahrung, manchmal auch eine Promotion bzw. Habilitation. Klassifikation nach Bundesagentur für Arbeit(gekürzt) Grafik(S. 35): Quelle der Vergleichsdaten Mikrozensus Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen zu den Erhebungszeit­räumen 2016, 2018, 2019 und 2022(gemittelte Werte, Annahme der Konstanz der beruflichen Stellung im Zeit­verlauf). Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung Bildung in Deutschland 2024: Tab. F5-7web; eigene Berechnung 36 Friedrich-Ebert-Stiftung