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Die Entwicklung des globalen Gewerkschaftsnetzwerks im Nestlé-Konzern : gewerkschaftliche Gegenmacht im transnationalen Konzern?
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schen Lebensmittelgewerkschaft und den indonesischen Nestlé­Gewerkschaften verstärkt werden. (3) Die Weiterarbeit mit der Manila-Erklärung Dabei wurden die sieben Grundprinzipien der Manila-Erklärung erneut bekräftigt. Weitergehend wurde vereinbart, diese Erklärung zur Grundlage weiterer Aktivitäten zu machen; mit dem Ziel, den Druck auf Nestlé zu erhöhen, eine entsprechende Rahmenvereinbarung mit der IUL abzuschließen. So soll eine englische Fassung, die von allen anwesenden Gewerkschaftsvorsitzenden unterschrieben wurde, ge­meinsam mit einer Fassung in der jeweiligen Landessprache an den Gewerkschaftsbrettern in allen Nestlé-Fabriken ausgehängt werden (im Sinne einer einseitigen Erklärung, welches Verhalten die Gewerk­schaften von Nestlé erwarten). Zudem verpflichtete sich die IUL so­wohl auf zentraler Ebene als auch auf regionaler Ebene gegenüber Nestlé die Aufnahme von Verhandlungen einer Rahmenvereinbarung einzufordern. Dabei spielte die Überlegung eine Rolle, dass regionale Initiativen erfolgreicher sein könnten, weil der größte Widerstand vom US-Management auszugehen scheint, das offenbar alles daran setzt, eine konzernweite Vereinbarung zu blockieren. Zugleich bekundeten die anwesenden Gewerkschaftsdelegationen ihren Willen, auf lokaler und nationaler Ebene die Grundprinzipien sowohl bei ihren Mitglie­dern bekannt als auch zum Bestandteil der Kollektivverhandlungen zu machen. 3.2. Die Netzwerkaktivitäten in Osteuropa: Das Treffen in Lviv, Winter 2003 Die Region Europa, die von Nestlé als eine einheitliche Zone behandelt wird, ist unter dem Gesichtspunkt der gewerkschaftlichen Interessen­vertretung gespalten in diejenigen Länder einerseits, die in den Euro­päischen Nestlé-Rat zur Unterrichtung und Anhörung integriert sind, und diejenigen Länder andererseits, die aus dem Europäischen Nestlé­20