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Bestandsaufnahme und Bilanzierung von Dienstleistungsinitiativen des Bundes und der Länder
Entstehung
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Friedrich-Ebert-Stiftung 1. Dienstleistungen als Wachstumsfeld Dienstleistungen werden als Motor des wirt­schaftlichen Wachstums, der Beschäfti­gungszunahme und der Innovation gese­hen.Dienstleistungen in allen Bereichen der Volkswirtschaft waren und sind der Mo­tor des wirtschaftlichen Wachstums und der Beschäftigungszunahme in Deutschland. Selbst in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten haben sie sich positiver entwickelt als klassi­sche Produktionsbereiche. Für den Lebens­und Wirtschaftsstandort Deutschland sind die Dienstleistungen wesentlicher Bestand­teil einer Strategie zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Hierzu tragen insbe­sondere hochwertige, exportfähige Dienstlei­stungen bei, mit denen auch arbeitsmarkt­politisch zukunftsweisende Akzente gesetzt werden können.(Ernst 2002) 2 Die größten Wachstumspotentiale werden bei den innovativen Dienstleistungen er­wartet. Das Attributinnovativ kann sich dabei sowohl auf Dienstleistungsprodukte aber auch auf-prozesse beziehen. Inno­vatives Wachstum wird u.a. in folgenden Bereichen erwartet Informationstechnologie Medien und Entertainment Neue Finanzdienstleistungen Öffentliche Dienstleistungen Soziale und Gesundheitsdienstleistungen Facility Management Call Center Virtuelle Unternehmen Neue Handelsformen(u.a. E-Business) Mikrounternehmen Kann somit die Dienstleistungswirtschaft einerseits als Leitsektor für Innovation, Arbeit und Beschäftigung angesehen wer­den, so weist andererseits die Dienstlei­stungsforschung ähnlich wie die Dienstlei­stungswirtschaft selbst eine gewisse Zer­splitterung auf. Ernst(a.a.O.) merkt hierzu an, dass es außer der InitiativeDienstlei­stungen für das 21. Jahrhundert keine ge­schlossene Förderkonzeption gab, wie sie für das ThemaProduktion vorhanden ist. Neben einem eigenen Programm beim BMBF ist auch im BMWA(früher BMWi) die Industrieforschung in einer Abteilung 2 Gerhard Ernst: Innovative Dienstleistungen, Bonn 2002 Arbeitskreis Dienstleistungen gebündelt. Dienstleistungsaktivitäten hin­gegen werden quer durch Ministerien, Re­ferate und Abteilungen verfolgt. Dieses Feh­len einer Gesamtkonzeption wurde schon vom BeiratDienstleistung 2000plus im Jahre 1998 als negativ angesehen, und er hat entsprechende Maßnahmen gefördert. Eine Gesamtkonzeption ist bis heute aller­dings nicht erkennbar. Zunächst werden die Dienstleistungsinitia­tiven auf Bundesebene behandelt. Es folgt eine Darstellung der Initiativen in Nord­rhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Im Schlusskapitel werden die Einschät­zungen der befragten ExpertInnen zu die­sen Initiativen zusammengefasst. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt 3 Was waren die Auslöser für die Dienst­leistungsinitiativen?(Dienstleistungslü­cke der 90er Jahre) Wo gibt es Dienstleistungsinitiativen? (Bund, Land, Region, Stadt) Wer organisiert Dienstleistungsinitiativen? (Ministerien des Bundes, der Länder, Pri­vate) Wer unterstützt Dienstleistungsinitiativen finanziell und/oder ideell?(Bund, Land, Verbände, Unternehmen) Wie sind die Dienstleistungsinitiativen angelegt(überregional/regional, Instituti­on/Netzwerk)? Gibt es Verknüpfungen?(regionale mit den Bundesinitiativen) Was sind die jeweiligen Ziele?(z.B. Un­ternehmensgründungen, Beschäftigungs­förderung, Umstrukturierung von Unter­nehmen, Strukturwandel in Regionen, Mentalitätsveränderungen) Wer sind die Zielgruppen?(Klein- und Mittelbetriebe, Branchen, Arbeitnehme­rInnen, Arbeitslose, KundInnen) Was beinhalten Dienstleistungsinitiati­ven?(Projektförderung, Wettbewerb, Werbung, Qualifizierung, Vernetzung) Wird die Geschlechterfrage explizit auf­gegriffen(wie im Dienstleistungswettbe­werb Ruhrgebiet)? 3 Die ebenfalls interessante Frage, inwieweit die Einbet­tung der diversen Aktionen in eine breitere gesellschaft­liche Initiative die Wirksamkeit erhöht, konnte im Rah­men dieser Recherche nicht behandelt werden. 9