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Bestandsaufnahme und Bilanzierung von Dienstleistungsinitiativen des Bundes und der Länder
Entstehung
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Friedrich-Ebert-Stiftung 3. Dienstleistungsaktivitäten in ausgewählten Bundesländern 3.1 Dienstleistungsoffensive Nordrhein-Westfalen Um den Wandel zur Dienstleistungsge­sellschaft zu flankieren, ist in Nordrhein­Westfalen Anfang 2002 eine Dienstleis­tungsoffensive NRW auf den Weg ge­bracht worden.Die Dienstleistungsoffen­sive NRW ist ein Beispiel für eine moderie­rende und impulsgebende Wirtschaftspoli­tik. Wir wollen Denkanstösse geben, so der damalige Arbeits- und Wirtschaftsmi­nister des Landes NRW Harald Schartau in einer Rede im März 2003. Das damalige Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Energie und Verkehr ließ von verschiedenen Forschungsinstituten ein Memorandum erstellen, um eine inhaltli­che Basis für die Landesinitiative zu ha­ben. Dort wurden Fragen geklärt, wie und warum NRW eine Dienstleistungsinitiative braucht, wo die wichtigsten Ansatzpunkte für eine Dienstleistungsoffensive liegen und welche Rahmenbedingungen für ei­nen nachhaltigen Erfolg zu schaffen sind. Im landesspezifischen Bündnis für Arbeit wurden daraufhin die zentralen Inhalte und Handlungsfelder verabschiedet, wodurch gleichzeitig eine politische Verankerung gewährleistet war. Die Analyse der Beschäftigungsentwick­lung in Dienstleistungsbereichen durch Forschungseinrichtungen in NRW zeigt, dass im Zuge des Strukturwandels in NRW zwar neue Arbeitsplätze im Dienst­leistungssektor entstehen, v.a. in den pro­duktionsnahen und sozialen Diensten, sie zeigt aber auch noch unausgeschöpfte Potentiale im traditionellen und innovati­ven Dienstleistungsbereich. Vor allem wird erkannt, dass hier überdurchschnittliche Beschäftigungschancen für Frauen liegen, die aber bislang in NRW unterdurch­schnittlich genutzt werden bzw. sich auf die eher gering bezahlten und gering qua­lifizierten Bereiche des Dienstleistungs­sektors beschränken. Der Zugang von Frauen zu qualitativ hochwertigen Be­schäftigungsmöglichkeiten muss dagegen noch verbessert werden. Für ein nachhal­Arbeitskreis Dienstleistungen tiges Wirtschaften, so die Annahme, ist neben einer verstärkten Einbeziehung von Frauen in den Erwerbsprozess vor allem die Förderung der Chancengleichheit zwi­schen den Geschlechtern notwendig. Im Rahmen des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit des Landes Nordrhein-Westfahlen wurde des­halb Anfang 2002 eine Dienstleistungsof­fensive gestartet. Ziel dieser Offensive ist es nun, Beschäftigungspotentiale zu iden­tifizieren, zu aktivieren und dadurch zu­sätzliche qualifizierte und sich selbst tra­gende Beschäftigung zu schaffen. Dabei sollen insbesondere die Arbeitschancen von Frauen verbessert werden. Die Ziele im Einzelnen: Identifizierung und Aktivierung von Wachstums- und Beschäftigungspotentia­len im Dienstleistungsbereich Stärkung der Serviceorientierung und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen für Dienstleistungsmentalität und der Dienstleistungskultur Erhöhung der Dienstleistungskompetenz (u.a. im Handwerk und der Industrie) Entwicklung neuer Dienstleistungen(Ser­vice Engineering) Förderung des Exports von Dienstleis­tungen Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Um diese Ziele zu erreichen ist eine akti­vierende und impulsgebende Dienstleis­tungspolitik mit ganzheitlichen Problemlö­sungskonzepten notwendig. Ausgangs­punkte stellen einerseits bisherige Ratio­nalisierungs- und Erneuerungsprozesse in modernen Industrie- und Handwerksun­ternehmen dar. Sie sollen zu einer Profes­sionalisierung bislang intern erbrachter Leistungen führen. Andererseits wird auf­grund des soziodemografischen Wandels der Gesellschaft von einem deutlichen Anstieg des Bedarfs an personenbezoge­nen Diensten ausgegangen. NRW kann neben der Dienstleistungsof­fensive auf eine Reihe weiterer Aktivitäten blicken. Folgende Handlungsfelder werden bislang in NRW bearbeitet: 21