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Bestandsaufnahme und Bilanzierung von Dienstleistungsinitiativen des Bundes und der Länder
Entstehung
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Friedrich-Ebert-Stiftung ven wurden dann nicht mehr durch das BMBF betreut, sondern durch die Wirt­schaftsministerien der jeweiligen Länder. Im BMBF wurde ein ReferatInnovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen eingerichtet. Die Diskussion um die Zu­kunft der Arbeit insgesamt ist hier geführt worden. Das Interesse der an der Diskus­sion um die Dienstleistungen Beteiligten ging jedoch eher dahin, ein eigenständi­ges Referat Dienstleistungen mit einem eigenständigen Forschungsprogramm ein­zurichten. Dieses Anliegen konnte bis heu­te nicht realisiert werden. Allerdings wur­den im ReferatArbeitsgestaltung und Dienstleistungen zwei verschiedene För­derprogramme aufgelegt:Innovative Ar­beitsgestaltung undInnovative Dienst­leistung. Dennoch äußerten einige der Befragten, es sei nach wie vor sinnvoll und notwendig, ein eigenes Referat Dienstlei­tungen einzurichten mit einer eigenen Haushaltsführung und einem eigenständi­gen Forschungs- und Entwicklungspro­gramm. Parallel hierzu entwickelten auch die For­schungs- und Beratungseinrichtungen eigene Aktivitäten. So das Fraunhofer In­stitut für Arbeitswissenschaft und Organi­sation(FhG-IAO): Auch hier fand eine stärkere Ausrichtung auf Dienstleistungs­themen statt und zwar in enger, wechsel­seitiger Verknüpfung mit dem BMBF und dem BMWA, insbesondere über den jetzi­gen Präsidenten der Fraunhofer Gesell­schaft, Prof. Bullinger. Im Anhang sind die Phasen der Dienstleis­tungsinitiative ausführlicher dargestellt. 2.2 Dienstleistungsforschung/ -aktivitäten anderer Bereiche Die Ausführungen in diesem Abschnitt entstammen u.a. dem Bericht von Ernst (a.a.O.). Er wählte für seine umfassende Recherche unterschiedliche Untersu­chungsinstrumente aus. Internetrecher­chen, Jahresberichte, Übersichtsveröffent­lichungen und andere Informationsmate­rialien bildeten den Kern seiner Arbeit. Im Bereich der nationalen und im europäi­schen Bereich ergänzte er diese Recher­Arbeitskreis Dienstleistungen chen durch telefonische und persönliche Experteninterviews. Im internationalen Be­reich lief die Untersuchung im Wesentli­chen internetgestützt ab. 2.2.1 Dienstleistungsforschung auf Bundesebene Bundesministerium für Bildung und Forschung(BMBF) Die Untersuchung der Dienstleistungsakti­vitäten des BMBF mit Hilfe des gemein­samen Online-Förderkatalog des BMBF und des ehemaligen Bundeswirtschafts­ministeriums(BMWi) ergab, dass unter dem SchlagwortDienstleistung etwa 700 Projekte erfasst wurden. Ohne die vom Referat 216Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen geförderten Projek­te und Eingrenzung der Aktivitäten auf die Jahre ab 1990 ergab sich eine Projektliste von 272 abgeschlossen und nicht abge­schlossenen Vorhaben. Das Fördervolu­men der einzelnen Projekte konnte in der relativ kurzen Bearbeitungszeit nicht re­cherchiert werden. Es ist aber grundsätz­lich zu bedenken, dass beispielsweise das Fördervolumen für Projekte im Bereich "Innovative Arbeitsgestaltung", innerhalb dessen Dienstleistungsprojekte gefördert werden, rund 27 Mio. pro Jahr ausmacht, bei einem Gesamthaushalt von 8 Mrd. Euro. Im Verhältnis dazu standen für das gesamte Rahmenkonzept"Forschung für die Produktion von morgen" ca. 500 Mio. Euro zur Verfügung, für das gesamte Pro­gramm"Innovative Dienstleistungen ledig­lich ca. 100 Mio. Euro. Die Analyse der geförderten Forschungs­themen zeigt(vgl. Tabelle 1), dass Dienst­leistungsaktivitäten quer durch das ge­samte Ministerium gefördert wurden und werden. Die Vorhaben spiegeln die Auf­gaben und Aktivitäten der einzelnen Refe­rate wider. Daneben werden auch makro­ökonomische Fragestellungen(Beispiel: Bericht zur technologischen Leistungsfä­higkeit) behandelt. 13