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Bestandsaufnahme und Bilanzierung von Dienstleistungsinitiativen des Bundes und der Länder
Entstehung
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Friedrich-Ebert-Stiftung Von einigen Befragten wird in diesem Zu­sammenhang angemerkt, dass grundsätz­lich zu überlegen sei, ob die Gliederung nach Branchen wirklich sinnvoll sei, oder ob sie nicht den Blick auf das Wesentliche verstellt. Denkbar wäre hier auch eine Gliederung nach Wachstumsfeldern wie Freizeitwirtschaft, Finanzwirtschaft, Me­dien, Informationstechnik und Gesund­heitswirtschaft. Vermutet wird allerdings, dass Gliederungen nach Mittelstand etc. dazu beitragen sollen, Wählerpotential zu bündeln. Das verstelle allerdings den Blick auf die Dynamik des Dienstleistungsbe­reichs. An dieser Stelle wird auch betont, wie schwierig es überhaupt sei, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, denn der Dienstleistungsbereich zeichnet sich durch eine enorme Heterogenität aus. Mögli­cherweise liege hier auch der Grund dafür, dass es bis heute keine Dienstleistungsal­ternative zur Industriepolitik gegeben hat. Die Wirkung von Dienstleistungswettbe­werben wird als positiv eingeschätzt, da hierdurch eine Motivation einsetzt, sowohl in das Unternehmen hinein als auch nach außen auf die Kunden. Und darum geht es aus Sicht einiger Befragten auch, es muss das Verständnis für Dienstleistungen ver­bessert werden, es muss greifbar gemacht werden, worum es sich handelt, wenn von Dienstleitungen gesprochen wird. Geäußert wurden Interessen nach Vernet­zung von dienstleistungspolitisch handeln­den Akteuren(u.a. auf Länderebene), nach Kooperation und Netzwerkbildungen, um im Dienstleistungswettbewerb zu be­stehen. Weiterhin werden eine Verbesse­rung des schlechten bzw. diffusen Images von Dienstleistungen sowie mehr wissen­schaftliches Engagement in Forschung und Lehre(Lehrstuhl Dienstleistungen) angemahnt. Es gibt einen Bund-Länder­AusschussDienstleistungswirtschaft, in dem sich das BMWA mit den Wirtschafts­ministerien der Länder austauscht. Ab­schließend nannte ein Befragter sechs Kriterien für erfolgreiche Dienstleistungs­initiativen: Individuen mobilisieren(aus der For­schung, aus Unternehmen, Verbänden, 38 Arbeitskreis Dienstleistungen Bürger), um einen Nukleus zu schaffen Leitmotiv finden, Problem: Innovationen sind nur begrenzt konsensfähig Miteinander lernen, und zwar nicht nur die Tarifvertragspartner und Verbände, son­dern auch die Parlamentarier Medienpartnerschaften aufbauen als Kommunikationsplattform zur Verbreitung von Inhalten Wallfahrtsorte suchen oder schaffen nach vorne sehen und neue Themen entwickeln 4.4 Zukünftige Themen aus Sicht der Befragten Wir wissen bis heute nicht, was sind Dienstleistungen? Wir fangen langsam an, Begriffe zum Verfahren zu standardisie­ren. Und wir werden Druck von der EU bekommen, weil sie einen freien Dienst­leistungshandel zugesagt hat. Davon sind dann die ganzen freien Berufe betroffen wie Mediziner, Architekten etc., so die einführenden Worte eines Befragten. Standardisierung stellt für mehrere Befrag­te ein zukünftiges wichtiges Dienstlei­stungsthema dar. Dabei geht es weniger um Arbeitsschutz- oder Arbeitsgestal­tungsstandards, sondern um Standards der Dienstleistungen, der Dienstleistungs­erbringung. Durch diese Standardisierung können Dienstleistungen exportfähig ge­macht werden, sie werden für Kunden transparent. Weitere Perspektiven werden im Bereich vonService Engineering gesehen. Servi­ce Engineering steht für die Planung und Durchführung von Dienstleistungen mittels eines ingenieurmäßigen, systematischen Vorgehens. Die grundlegenden Merkmale dieses Ansatzes sind nach einer Definition des Forschungsinstituts für Rationalisie­rung an der RWTH Aachen, ein schrittwei­ses Vorgehen, die Anwendung wissen­schaftlicher Erkenntnisse, der Einsatz von Methoden und Werkzeugen zur Steige­rung der Effektivität und Effizienz des Entwicklungsprozesses sowie das Ziel, Dienstleistungen hoher Qualität hervorzu-