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Bestandsaufnahme und Bilanzierung von Dienstleistungsinitiativen des Bundes und der Länder
Entstehung
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Friedrich-Ebert-Stiftung terInnen und gefragt in verschiedenen for­mal strukturierten Verfahren. Vernetzung mit internationalen For­schungsprojekten: Zu einzelnen Themen wie Standardisierung, Benchmarking, Ser­vice Engineering gibt es ausgebaute Kon­takte in Europa, USA, Südostasien, Aust­ralien. Auf der programmatischen Ebene gibt es keine systematische Vernetzung, da für den Dienstleistungsbereich keine geschlossenen Forschungs- und Förder­konzeptionen vorliegen, weder in Deutsch­land noch in Europa. Dies wird von etli­chen Befragten bemängelt. Einige sehen hier allerdings auch einen Zusammenhang zum fehlenden politischen Gesamtkonzept in der Frage der Dienstleistungen. Transferaktivitäten: In drei Bereichen gibt es Transferaktivitäten, in der Unterstüt­zung der Sensibilisierung für Dienstlei­stungen(u.a. durch eine Wanderausstel­lung zum ThemaService ein Produkt, durch einen Nachwuchswettbewerb, durch das Internetportal www.dl2100.de), in der Unterstützung bei Transfer und Verwer­tung der Ergebnisse(u.a. durch die fünf Dienstleistungstagungen des BMBF, Pro­jektveröffentlichungen) sowie in der Unter­stützung bei der Erhaltung bestehender Kooperationen und Netzwerke. Dienstleistungsinnovation und Region: In diesem Bereich gab es bislang lediglich einige Akzentsetzungen. Regionale Analy­sen stehen erst am Anfang. Ein Ziel der Dienstleistungswirtschaft liegt in der Stär­kung regionaler Innovationssysteme. Hier­zu sollten Kooperationen zwischen der Dienstleistungsinitiative mit den Bundes­ländern und anderen Förderprogrammen überlegt werden. Abschließend wird hier vermutet, dass es ohne das BMBF­Programm regionale Dienstleistungsinitia­tiven nicht gegeben hätte. 4.3 Einschätzungen zu den Landesinitiativen Die Landesinitiativen werden von den be­fragten Expertinnen und Experten als sehr dynamisch beurteilt. Positiv angesehen wird, wenn es definierte Handlungsfelder gibt, in denen es gelingt, Transparenz her­Arbeitskreis Dienstleistungen zustellen über Inhalte, Akteure, Umset­zungsschritte und den jeweiligen Stand der Umsetzung. Einige Handlungsfelder entwickeln sich positiver als andere. Bei den anderen gilt es, sie zu überprüfen, ggf. weiterhin zu fördern und innovative, umsetzbare Konzepte zu entwickeln. Einige Befragte betonten die Bedeutung der Entwicklung von Alleinstellungsmerk­malen der Länder. Vor allem sei es wich­tig, vom sog. Gießkannenprinzip wegzu­kommen. Es sei nicht wirksam, hier und dort ein bisschen zu fördern, sondern zu entscheiden, in welchen Handlungsfeldern etwas passieren soll. Das Ziel sollte sein, ein spezielles regionales Dienstleistungs­profil zu entwickeln. Ebenso wie in der Forschung mache es keinen Sinn, Dienst­leistungen als Ganzes zu erfassen, son­dern wirklich zu schauen,wo wollen wir hin, wo wollen wir stark werden, wo stehen wir bei den Arbeitsplätzen im Konkurrenz­kampf, so ein Befragter. Grundsätzlich wird betont, dass es nun nicht darum gehe, die Industrie gegen die Dienstleistung auszuspielen und dass es falsch sei zu polarisieren. So hingen un­ternehmensbezogene Dienstleistungen und Industrie sehr eng miteinander zu­sammen. Die ministerielle Ansiedlung der Zustän­digkeiten für Dienstleistungen ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich gere­gelt. Häufig ist sie Teil einer Mittelstands­politik. Oder es war ein eigenständiges Referat und wird wieder woanders zuge­ordnet, wie in Niedersachsen nach dem Regierungswechsel, dort heißt das Referat nun wieder: Abteilung Mittelstand, Referat Mittelstandspolitik und Dienstleistungswirt­schaft. In Bayern nennt es sich Referat Mittelstand, Dienstleistungen, Handwerk. In Nordrhein Westfalen und Baden­Württemberg gibt es eigenständige Refe­rate zu Dienstleistungen im jeweiligen Wirtschaftsministerium. Diese strukturelle Verankerung kann als Ausdruck für die reale Bedeutung des Dienstleistungssek­tors in den Bundesländern gewertet wer­den. 37