20 j~å~ÖÉêâêÉáë=ÇÉê=cêáÉÇêáÅÜJbÄÉêíJpíáÑíìåÖ hohem Maße entscheidet die Infrastruktur der Familien unterstützenden Institutionen des Sozial- und Bildungswesens darüber, ob Frauen • Berufstätigkeit, • Aufstiegsorientierung • und Familie miteinander verbinden können. Die Politik muss entscheiden, welche Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes Flexibilität und damit ein Atmen von Angebot und Nachfrage erlauben. Wenn der Kündigungsschutz in Deutschland im Kern nicht angetastet werden soll, verbietet sich jede weitere Regulierung • zeitlicher Befristung, • Arbeitnehmerüberlassung oder • Teilzeitarbeit. Die politische Debatte um soziale Gerechtigkeit muss neu justiert werden. Ungleichheit ist dann gerechtfertigt, wenn sie mit Anreizen für Wachstum verbunden ist, die auch Einfachqualifizierten mehr Beschäftigung bieten. Eine arme Gesellschaft kann mehr Ergebnisgleichheit aufweisen; Chancengleichheit schließt jedoch Risiko und Differenzierung der materiellen Ergebnisse ein. Das deutsche Bildungssystem ist nicht durchlässig genug. Dies gilt auch für Länder mit einem höheren Anteil an Gesamtschulen und ohne Studiengebühren, Deshalb müssen in Deutschland die Chancen für sozialen Aufstieg zum gesellschaftspolitischen Erfolgskriterium gemacht werden. Betriebliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen 4.2 Unternehmen und Unternehmer: Beschäftigte gewinnen und qualifizieren Der in vielen deutschen Unternehmen zeitweise gepflegte Jugendkult ist überholt. Daraus folgt, dass mehr und nachhaltiger in die Köpfe der Beschäftigten investiert werden muss. Betriebliche Weiterbildung macht auch für über 50-jährige viel Sinn. Es ist kein Widerspruch, von deutschen Unternehmen auch Modelle für die Beschäftigung Einfachqualifizierter zu verlangen. Die Verbesserung personengebundener Dienstleistungen, Lohn ergänzender Leistungen des Sozialstaats und adäquater Weiterbildungsangebote können aus der Not der gesellschaftlichen Verantwortung die Tugend der Personalentwicklung auch für Langzeitarbeitslose und Leistungsgeminderte machen. Die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von qualifizierter Berufstätigkeit und Familiengründung werden weitgehend von den Unternehmen gesetzt. Deshalb müssen Betriebe und Verwaltungen Voraussetzungen schaffen, die jungen Eltern entgegen kommen. Dazu gehören • Arbeitszeitangebote, • betriebliche Kinderhorte und • die Begünstigung der Heimarbeit. „Work-Life-Balance“ muss am Arbeitsplatz gelebt werden. Wo – in Anwaltskanzleien oder Unternehmensberatungen – der späte Feierabend bei„Young Professionals“ zum guten Ton
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Arbeitswelt 2030 : Thesenpapier des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung
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