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Arbeitswelt 2030 : Thesenpapier des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung
Entstehung
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^êÄÉáíëïÉäí=OMPM 21 gehört, wird Familie immer Störfaktor bleiben. Auch darum sollten sich Personalchefs, Betriebsräte oder Frauenbeauftragte kümmern. Der Fachkräftemangel scheint in Deutschland idealtypisch Ingenieurmangel zu sein. Für dieses Phänomen gilt, dass die Zahl der Hochschulabsolventen nur eine Seite darstellt. Die andere Seite ist die unterdurchschnittliche Weiterbildung qualifizierter Facharbeiter, Meister und Techniker durch ihre Betriebe. Die Qualifikation des mittleren Segments muss wieder zur sichtbaren Stärke deutscher Arbeitgeber werden. Fachkräftemangel und Weiterbildung Die Quote der Hochschulabsolventen muss deutlich erhöht werden. Dazu können Stufenausbildungen und Kooperationsmodelle von allgemeiner Ausbildung und betrieblicher Weiterbildung beitragen. Lebenslanges Lernen heißt auch, dass die Ausbildung nicht in den 20-er Lebensjahren abgeschlossen werden kann. Der Fachkräftemarkt ist längst ein Anbietermarkt geworden. Deshalb brauchen Unternehmen weitsichtige Konzepte der Gewinnung, Bindung und Entwicklung qualifizierter Nachwuchskräfte. Betriebliche Personalarbeit muss in ihrer strategischen Bedeutung für die Zukunft erkannt werden. 4.3 Gesellschaft und Individuum: Chancen ergreifen, lebenslang lernen Qualifizierung setzt Bereitschaft zum Lernen voraus. Weniger denn je reicht eine Berufsausbildung für ein ganzes Berufsleben aus. Auch ein Hochschulstudium wird künftig eher die Grundlage für Weiterbildung sein als hinreichende Voraussetzung für eine privilegierte Berufsposition. Arbeitnehmer darf im 21. Jahrhundert nicht mitabhängig beschäftigt gleichgesetzt werden. Je qualifizierter ein Beschäftigter in der betrieblichen oder überbetrieblichen Arbeitsorganisation eingesetzt wird, desto mehr muss er unternehmerische Aspekte im täglichen Prozess berücksichtigen. Die ZweiteilungArbeit versus Kapital bildet die Wirklichkeit der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert jedenfalls nicht mehr ab. Die Erholung am deutschen Arbeitsmarkt ist auch das Ergebnis relativer Lohnzurückhaltung in den Jahren hoher Arbeitslosigkeit. So verständlich das Bedürfnis ist, durch hohe Lohnforderungen heute den Verzicht früherer Lohnrunden zu kompensieren, so sehr gefährdet ein hoher Nachschlag die Beschäftigung in Zeiten der Krise des weltweiten Finanzmarktes. Besser als überproportionale Erhöhungen ist die Beteiligung der Beschäftigten am Unternehmenserfolg durch intelligente und transparente Systeme.