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Soziale Demokratie als gewerkschaftliche Perspektive in Europa : ein Plädoyer
Entstehung
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Soziale Demokratie als gewerk­schaftliche Perspektive in Europa ­Ein Plädoyer von Otto Jacobi - Den Gewerkschaften fehlt ein Modernisierungsprogramm für Europa. Ihre The­men- und Organisationsrückstände sind groß. - Soziale Demokratie als Leitlinie gewerkschaftlicher Europapolitik. - Gewerkschaften als soziale Gewährsmacht sind unverzichtbar. - Die Gestaltung der Europäischen Sozialunion erfordert eine bessere Chancen­verwertung durch die Gewerkschaften. - Gewerkschaftliche Vielfalt in Europa kann als Energiequelle für länderübergrei­fende Zusammenarbeit und kooperativen Pluralismus von Interessenvertre­tung genutzt werden. - Der Europäische Gewerkschaftsbund EGB: Stützpfeiler gewerkschaftlicher Europapolitik. - Die Internationalisierung der gewerkschaftlichen Arbeitsstrukturen ist über­fällig. Zusammenfassung 1. Angesichts des rapiden Fortschritts welt­wirtschaftlicher Verflechtung, der beständig zunehmenden politischen Kooperation zwi­schen Staaten sowie der gesellschaftlichen Konvergenz in den westlichen Ländern Euro­pas fallen die Themen- und Organisations­rückstände der Gewerkschaften ins Auge und ins Gewicht. Bislang fehlt den Gewerkschaften ein ähnlich ambitioniertes selbstverordnetes Modernisie­rungsprogramm", wie es sich die westeuropäi­schen Länder mit der Aufgabe gegeben ha­ben, die Europäische Union zu schaffen. Könnte die Modernisierung des Sozialstaates i m Westen und seine Etablierung im Osten des Kontinents die Themenlücke schließen und auch zur Ausbildung eines gewerkschaft­lichen Euro-Akteurs führen? 2. Die westeuropäische Integration hat Wohl­stand und Frieden durch irreversible Verflech­tung"(Engholm) gesichert. EG-Europa ist mehr als jene kurzgegriffene Vokabel vom Europa des Kapitals", die auch gewerkschaft­liche Gruppierungen in einem antieuropäi­schen, links-konservativen Nationalismus ge­fangen Reihe Eurokolleg 21(1992)