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Guter Start für die neue Bundesregierung? : Umfrage zu Erwartungen an die Koalition aus Union und SPD
Entstehung
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Deutschland der Öffentlichkeit vorgestellt und nach ei­nemkleinen Parteitag(Bundesausschuss) der CDU, ei­nem Vorstandsbeschluss der CSU und einer Mitgliederbe­fragung der SPD am 5.5.2025 unterzeichnet. Während die Verhandlungen relativ geräuschlos verliefen und auch die Zustimmung der jeweiligen Parteianhänger:innen recht groß zu sein schien, erlebte die Koalition, noch bevor die Regierung im Amt war, einen Kaltstart: Die Wahl von Friedrich Merz am 6.5. zum neuen Bundeskanzler scheiter­te erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutsch­land im ersten Wahlgang. Erst im zweiten Wahlgang, den unter anderem die Fraktion Die Linke am selben Tag er­möglichte, erhielt er die notwendige Stimmenmehrheit und war somit zum Bundeskanzler gewählt. Dieser verun­glückte Start zeigte noch mal, dass das Zweierbündnis über keine komfortable Mehrheit im Parlament verfügt und angesichts verschiedener inhaltlicher Themen, bei de­nen Union und SPD markant unterschiedliche Positionen vertreten, die Herstellung mehrheitsfähiger Kompromisse unter den Regierungsfraktionen eine kontinuierliche Herausforderung darstellen wird. Studienaufbau und-design Im ersten Kapitel unserer Studie zum Regierungsstart stel­len wir dar, wie die Bevölkerung den Koalitionsvertrag be­wertet und woran sie einen möglichen Erfolg der Koalition festmacht. Die vorsichtige, aber grundlegend positive Hal­tung zeigt sich auch in der Frage nach der Zukunftsfähig­keit der Politik, die eine Mehrheit wieder positiv sieht. Im zweiten Kapitel wird ausgelotet, welche Konsenskorridore und Konfliktpotenziale zwischen den Anhänger:innen der Koalitionsparteien bestehen. Dafür werfen wir einen genau­eren Blick auf die Sorgen der Bevölkerung, die Politikfelder, in denen sie Verbesserungen erwartet, und die Prioritäten bei der politischen Zielsetzung. Im dritten Kapitel schauen wir auf die Zusammenhänge zwischen den Wahlabsichten und einer Reihe von Zufriedenheitswerten. Im abschließen­den Kapitel zeigen wir auf, welche Schwerpunkte die neue Koalition setzen muss, um nicht nur eine Koalition aus Ver­antwortung für Deutschland zu sein, sondern um eine Ko­alition der Zuversicht für Deutschland zu werden. Umgesetzt hat diese Studie das Markt- und Sozialfor­schungsinstitut GIM im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stif­tung und vom 23.4. bis 10.5. insgesamt 1.563 Personen in Deutschland befragt. Grundgesamtheit war die deutsch­sprachige Bevölkerung im Alter ab 18 Jahren. Die reprä­sentative Studie wurde als Kombination aus Telefon- und Onlineinterviews durchgeführt. Insgesamt wurden 801 Personen im Rahmen eines Dual-Frame-Ansatzes (60 Prozent Festnetz/40 Prozent Mobilfunk) telefonisch und 762 Personen online befragt. 4 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.