Persönliche und Deutschlands Zukunft nach Wahlabsicht „Wenn Sie jetzt einmal an Ihre persönliche Zukunft denken: Sind Sie da …?“ „Und wie ist das, wenn Sie einmal ganz allgemein an die Zukunft Deutschlands denken? Sind Sie da …?“ (in Prozent) 0 50 CDU/CSU AfD SPD Grüne Linke BSW Abb. 12 100 Gesamt Persönlich Deutschland Sehr beunruhigt Eher beunruhigt Basis: alle Wahlberechtigten. Fehlende Werte: Kleinparteien und„keine Angabe“. Quelle: GIM im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Eher zuversichtlich Sehr zuversichtlich Demokratie(un)zufriedenheit Besonders stark fällt die Unzufriedenheit der AfD-Anhänger:innenschaft im Bereich Demokratie ins Gewicht, 39 Prozent wählen auf einer Skala von 0(„ganz und gar unzufrieden“) bis 10(„ganz und gar zufrieden“) bei der Frage, wie zufrieden sie alles in allem mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland seien, den Extremwert 0. Auch wenn unter den potenziellen BSW-Wähler:innen nur 21 Prozent die Zufriedenheit mit der Demokratie mit 0 bewerten, fällt auch in dieser Gruppe die Unzufriedenheit markant höher aus als bei den Anhänger:innen der Parteien der demokratischen Mitte, wo der Nullwert klar im unteren einstelligen Bereich rangiert. Die Unzufriedenheit der AfD-Anhänger:innen basiert auf anderen Präferenzen, was die Ausgestaltung der Demokratie betrifft. Während die Grundpfeiler der liberalen Demokratie, wie die Gewaltenteilung oder der Schutz von Minderheiten, in Deutschland zwar gut funktionieren, lässt das diese Gruppe die demokratische Qualität dennoch schlecht bewerten. Das dahinterstehende populistische und nationalistische Demokratieverständnis ist mit der liberalen Ausgestaltung nicht in Einklang zu bringen. In allen anderen Wähler:innengruppen finden sich durchgehend hohe Werte der Zufriedenheit mit der Funktionsweise der deutschen Demokratie. Mit Blick auf die AfD lässt sich analog zur Entwicklungsgeschichte der Partei auch eine Veränderung in der Zusammensetzung und den Einstellungen ihrer Wähler:innenschaft feststellen. Nach einer kurzen Startphase als wirtschaftsliberale und eurokritische Partei begann schnell der Wandel zum Rechtspopulismus. Bis heute befindet sich die Partei im Wandel vom Rechtspopulismus zum Rechtsextremismus. Mit etwas Verzögerung wandelte sich auch die Wähler:innenschaft der AfD. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie überdurchschnittlich männlich ist, eher älter, ökonomisch häufig schlechtergestellt und formal niedriger gebildet. Doch während sich die sozioökonomische Guter Start für die neue Bundesregierung? 15
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Guter Start für die neue Bundesregierung? : Umfrage zu Erwartungen an die Koalition aus Union und SPD
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