Große Sorgen nach Wahlabsicht „Wie ist es mit folgenden Themen – machen Sie sich da Sorgen?“(in Prozent) Die Politik des US-Präsidenten Trump Das Erstarken linker Kräfte oder Parteien Das Erstarken rechter Kräfte oder Parteien Abb. 5 Die militärische Aufrüstung in Europa Die steigenden Kosten in Deutschland CDU/CSU Die Migration nach Deutschland AfD Wirtschaftliche Probleme in Deutschland SPD Grüne Basis: alle Wahlberechtigten. Fehlende Werte: Kleinparteien und„keine Angabe“. Quelle: GIM im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Kriminalität in Deutschland Linke 100% 60% 20% ration an erster Stelle(88 Prozent), gefolgt von Lebenshaltungskosten(82 Prozent), Kriminalität(79 Prozent) und wirtschaftlichen Problemen(77 Prozent). Damit weichen sie in ihrer Problemwahrnehmung deutlich von anderen Wähler:innen ab. Auch tritt ein Unterschied zwischen AfDund BSW-Anhänger:innen deutlich hervor. Zwar rangieren bei den BSW-Wähler:innen die Lebenshaltungskosten (72 Prozent) ebenfalls auf dem ersten Platz, jedoch folgt direkt danach die Politik Trumps(60 Prozent), die für AfDWähler:innen kaum Anlass zur Sorge ist(29 Prozent). Politikbereiche: Wo werden die meisten Verbesserungen gewünscht? Fragt man danach, wie wichtig Verbesserungen in verschiedenen Politikfeldern sind, erhält man ein ziemlich eindeutiges Bild. Betrachtet man nur die Antworten„äußerst wichtig“, so steht auf Platz 1 mit 63 Prozent die Bildung. Danach folgen mit ebenfalls hohen Werten das Gesundh eitswesen(57 Prozent) sowie die innere Sicherheit (51 Prozent). Die Politikbereiche Arbeit und Soziales sowie Wirtschaft kommen beide auf 43 Prozent. Dann folgen Umwelt- und Klimaschutz(36 Prozent), Außen- und Verteidigungspolitik(35 Prozent) sowie Digitalisierung (34 Prozent). Entgegen der medialen Dominanz des Themas Migration während des Wahlkampfs stufen nur 33 Prozent der Befragten das Thema als äußerst wichtig ein, es bildet somit das Schlusslicht. Die relativ geringe Bedeutung des Themas Migration unterscheidet sich auch nicht auffällig nach Alter, Ost/West, Mann/Frau oder nach Bildung. Die höchsten Werte finden sich mit 38 Prozent noch bei Befragten aus Städten mit einer Größe zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner:innen sowie mit 39 Prozent bei denjenigen mit geringen finanziellen Ressourcen. Auffällig ist dagegen, dass 50 Prozent derjenigen, die sich selbst als„rechts“ einstufen, das Thema Migration als„äußerst wichtig“ einstufen. Schauen wir uns dagegen die soziodemografischen Auffälligkeiten der Personen, für die das Thema„äußerst wichtig“ ist, an, zeigt sich folgendes Bild: Frauen(66 Prozent) halten das Thema für etwas wichtiger als Männer(60 Prozent), aber bei beiden steht es klar auf Platz 1. Im Osten des Landes(68 Prozent) ist es etwas wichtiger als im Westen (62 Prozent). Alter spielt keine Rolle, aber der Gruppe der 25- bis 49-Jährigen ist das Thema am wichtigsten(67 Prozent). Menschen mit formal niedrigem Bildungsniveau und Guter Start für die neue Bundesregierung? 9
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Guter Start für die neue Bundesregierung? : Umfrage zu Erwartungen an die Koalition aus Union und SPD
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