20 2.3 Forschungsförderung Der Vertreter des BMBF stellt dar, dass es in Deutschland eine Vielzahl von Programmen gibt, die durch die großen Mittlerorganisationen DAAD, DFG und AvH getragen werden, aber auch viele andere, die Forschungsreisen, kürzere und längere Forschungsaufenthalte und gemeinsame Projekte deutscher und amerikanischer Wissenschaftler fördern. Auch die Generalsekretärin der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen hält die Internationalisierung von Lehre und Forschung für zwar immer noch entwicklungsfähig, aber in Deutschland vergleichsweise gut ausgebaut. Deutschland sei jedoch für ausländische Wissenschaftler vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften attraktiv, die bekanntlich nicht im gleichen Masse wie die Naturwissenschaften Drittmittel einwerben können. Der Stellvertretende Direktor des Europäischen Büros der Johns Hopkins Universität erläutert, dass es einige Stipendien- bzw. Finanzierungsagenturen gebe, die fundierte und intelligente Beratung aus der"Forschungsgemeinde" bekämen und damit gute Arbeit leisten könnten. Er hält eine entsprechende Abstimmung mit den führenden Akteuren eines bestimmten Fachgebiets über geplante Forschungsprogramme für eine unerlässliche Voraussetzung. Angesichts der enormen Anzahl von Förderprogrammen könnten einige dieser Programme ganz spezifisch für die transatlantische Kooperation genutzt werden. Er empfiehlt diesbezüglich die Zusammenarbeit mit der Association of American Universities(AAU), die sich aus etwa fünfzig der führenden Forschungsuniversitäten, sowohl privaten als auch öffentlichen, zusammensetzt. Eine permanente Zusammenarbeit mit der AAU oder auch die Einberufung eines ad hoc Beratungskomitees durch die AAU sieht der Referent als effizienten Weg, die amerikanische"Forschungsgemeinde" zu erreichen. Darüber hinaus müssten die Labyrinthe der Forschungsförderung- und hier verweist der Referent ausdrücklich auf Brüssel- gelichtet werden, um mehr Transparenz und Synchronisation zu ermöglichen. Mehrere Referenten fordern darüber hinaus ein verstärktes Engagement der USA für die transatlantische Kooperation ein. So beklagt die Generalsekretärin der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen, dass die institutionellen Versuche, transatlantische Forschungskooperationen zu fördern wegen der geringen Finanzierungsbereitschaft auf amerikanischer Seite weitgehend gescheitert sind. Sowohl die Erfahrungen des ehemaligen deutschamerikanischen akademischen Konzils(DAAK) mit dem von der HumboldtStiftung übernommenen Transcoop-Programm wie auch die Bemühungen des DAAD, in Kooperation mit der National Science Foundation(NSF) und dem
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Transatlantischer Dialog Ausbau der Forschungskooperation zwischen Deutschland/Europa und den USA : eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 21. Oktober 2000, Hannover
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