35 Gruppen zu geben, als kleinere Gruppen und innovative Programme zu unterstützen. Nicht zuletzt würden die sechs Jahre dauernde Habilitation und die Notwendigkeit, danach die Universität zu wechseln, junge Forscher aus den USA entmutigen, da solche Komplikationen in den USA nicht vorliegen. Die wichtigste Investition für zukünftige Forschungskooperationen zwischen den USA und Deutschland bestehe also letztlich, so der Referent in seiner Zusammenfassung, im Austausch junger Wissenschaftler. Änderungen am akademischen Abschlussprogramm in Deutschland seien notwendig, damit Deutsche besser in den USA studieren und forschen könnten. Für junge Wissenschaftler aus Amerika sei es notwendig, gezielte Investitionen für kurzfristige Post-doc Positionen bereitzustellen. Die Attraktivität dieser Positionen nehme nach seiner Ansicht zu, wenn man mehr kreative Forschung zulasse, denn kreative Freiheit ziehe die besten Forscher an. 3.3 Erfahrungen und Ausgangsbedingungen eines amerikanischen Biologen Der Referent schildert eingangs seine persönlichen Erfahrungen, die er im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere als Molekularbiologe gemacht hat: Jetzt amerikanischer Staatsbürger, wurde er in Israel geboren und besuchte dort die Schule, bevor er in die USA umzog. Er erwarb den bachelor of science in Biologie und später auch den PhD. Nach weiteren zweieinhalb Jahren als promovierter Forscher(post doc researcher) erhielt er eine Fakultätsposition- ein üblicher Schritt in den USA- bei der Universität of Michigan, wo er immer noch arbeitet. Jeder Schritt seiner wissenschaftlichen Ausbildung(undergraduate, graduate, post-doc) fand in einer anderen Universität statt, zwei der Universitäten liegen in Kalifornien, eine in New York. Eine solche Mobilität in der Ausbildungsphase sei typisch in der wissenschaftlichen Ausbildung in den USA. Studenten in den USA seien hochmotiviert, sich verschiedenen "Gedankenschulen" auszusetzen; Universitäten wiederum übernähmen fast nie ihren eigenen graduierten Nachwuchs. Diese Praxis sieht der Referent als wichtigen Kontrast zur generellen Praxis der wissenschaftlichen Ausbildung in Deutschland. Insgesamt erscheinen dem Referenten auf der Basis seiner persönlichen Erfahrungen folgende Eckpunkte abstrahierbar: Bilateraler wissenschaftlicher Austausch Während seiner wissenschaftlichen Karriere in den USA traf der Referent mehrere deutsche Forscherinnen und Forscher, die dort ausgebildet wurden und begann gemeinsame Projekte mit ihnen. Eine deutsche Wissenschaftlerin
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Transatlantischer Dialog Ausbau der Forschungskooperation zwischen Deutschland/Europa und den USA : eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 21. Oktober 2000, Hannover
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