41 Empfehlungen an die Politik Der Vortragende hält für die Zukunft die Konzentration der transatlantischen Kooperation auf besondere Schlüsselthemen wie Energie, Klima, Umwelt und Mobilität für unerlässlich. Bei diesen Themen müsse die Standardisierung und Harmonisierung der gesetzlichen Regeln über den Atlantik hinweg erreicht werden. An die Politik spricht er vier Empfehlungen aus: 1. Es sollte eine schonungslose Bestandsaufnahmen des Status quo der Wissenschaftslandschaften in Europa und den USA durchgeführt werden. 2. Diese Bestandsaufnahme sollte dazu befähigen, die jeweils erfolgreichsten Instrumente zu nutzen, z.B. die Einführung des Magister in den USA, und eine stärkere Deregulierung der Wissenschaft in Europa. Keinesfalls empfehlenswert sei das einfache Kopieren eines Systems. 3. Die nationale Politik sollte neu überdacht werden, um auch bei öffentlicher Förderung wissenschaftliche Einrichtungen für transatlantische Partner zu öffnen. Selbst wenn kurzfristig kein nationaler Nutzen aus einer solchen Kooperation erwachse, so würden längerfristig beide Partner davon profitieren. 4. Der europäische Forschungsraum müsse synchronisiert und für die USA geöffnet werden. 5. Zum Abschluss verweist der Referent auf die Dringlichkeit, die Wissenschaft noch stärker als bisher dem Wettbewerb zu öffnen. Die Industrie bediene sich eben der besten Universitäten und werde sich ihrer in Zukunft verstärkt bedienen. Die transatlantische Kooperation könne darüber hinaus vor allem durch einen Austausch von Personal gefördert werden. Wichtig seien aber immer die Initiative und Flexibilität des Einzelnen. 3.5 Erfahrungen eines amerikanischen Unternehmens: Klonen mit Stammzellen in der politischen Diskussion Der Vorstandsvorsitzende der ImClone Systems Inc., New York, hält die weltweite Zusammenarbeit in den Biowissenschaften für wesentlich einfacher als in anderen Bereichen, wobei er in der Zusammenarbeit die Essenz der Wissenschaft sieht. Er konstatiert eine maßgebliche Veränderung darin, dass in Deutschland inzwischen über Zusammenarbeit in der Biotechnologie gesprochen werden kann und gesprochen wird, denn noch vor zehn Jahren hätten deutsche Unternehmen, die in der Bio- und Gentechnologie tätig werden woll-
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Transatlantischer Dialog Ausbau der Forschungskooperation zwischen Deutschland/Europa und den USA : eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 21. Oktober 2000, Hannover
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