Christian Henkes Integration und kulturelle Vielfalt: Eine Herausforderung für die Soziale Demokratie? In der Forschung werden von verschiedenen Autoren(so z.B.: Entzinger 2000; Penninx 2005) drei – für die Integration relevante – gesellschaftliche Teildimensionen unterschieden: 9 - eine legal-politische Dimension; - eine sozio-ökonomische Dimension; - eine kulturell-nationale Dimension. In jeder dieser drei Dimensionen existieren besondere Herausforderungen hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe für Zuwanderer, die durch spezifische Instrumente angegangen werden müssen. Integrationspolitik ist darauf gerichtet, Teilhabe an der Gesellschaft auch für Migranten zu gewährleisten und dabei eine mögliche Benachteiligung aufgrund einer ethnischen oder kulturellen Differenz auszugleichen. Besonders auf letztere ist eine spezifische Integrationspolitik ausgerichtet, d.h. Politikinstrumente, die auf einen Ausgleich und Verminderung von Exklusion und Benachteiligung aufgrund ethnischer oder kultureller Differenz gerichtet ist. Die entsprechende Politik hat nur diesen einen Zweck. Nicht zu vergessen ist allerdings die unspezifische Integrationswirkung auf anderen Politikfeldern. Auch dort greifen Maßnahmen, die zur Teilhabe der Bürger an den Ressourcen einer Gesellschaft beitragen. Dies gilt dann für alle Bürger gleichermaßen. Beispiele sind z.B. die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Diese Politik richtet sich unspezifisch an alle Bürger unabhängig ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer kulturelle Identität und entfaltet ebenfalls eine integrative Wirkung. Die speziell auf kulturelle Heterogenität bezogenen Politikinstrumente von staatlicher Seite 10 lassen sich nach den drei genannten Dimensionen systematisch ordnen. 9 Diese drei Dimensionen entsprechen wiederum drei der vier Integrationsdimensionen von Esser. Die Dimension der sozialen Primärkontakte hat keine staatliche Entsprechung. 10 Nicht weiter verfolgt wird hier die Frage, auf welcher staatlichen Ebene diese Integrationspolitik zu verankern sei. Besonders in föderalen Systemen muss es hierbei zu einem Zusammenspiel zwischen Zentralstaat, Gliedstaaten und Kommunen kommen(siehe allgemein: Akgün/Thränhardt 2001). www.fes-online-akademie.de Seite 15 von 26
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Integration und kulturelle Vielfalt : eine Herausforderung für die Soziale Demokratie?
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