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Integration und kulturelle Vielfalt : eine Herausforderung für die Soziale Demokratie?
Entstehung
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Christian Henkes Integration und kulturelle Vielfalt: Eine Herausforderung für die Soziale Demokratie? von auszugehen, dass beide Bereiche zunächst monokulturell strukturiert sind und die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft noch nicht widerspiegeln. Um alle Bürger in ihrer kulturellen Identität in gleicher Weise anzuerkennen, ist an eine Interkulturalisierung des Regelbetriebs zu denken, was bis zu einer Anerkennung von Zuwanderersprachen gehen kann. Die kulturell-religiöse Dimension In dieser Dimension geht es um die Integration in die Nation, also die Identifikation mit der Ge­meinschaft der Bürger. Zwar lässt sich argumentieren, dass die Kategorien Staat und Nation eng miteinander verbunden sind, nichtsdestotrotz lassen sie sich analytisch trennen(Entzinger 2000: 98). Unter Nation kann ein Kollektiv von Personen gelten, die das Gefühl eben dieser Kollektivität mit­einander verbindet. Dieses Gemeinschaftsgefühl speist sich auch aus Aspekten wie einer gemein­samen Sprache, einer gemeinsamen Religion, einer Kultur oder der Mythos einer gemeinsamen Abstammung. Seinen Ausdruck findet das Gemeinschaftsgefühl der Nation in kulturellen Manifes­tationen gerade auch im öffentlichen Raum. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass es einer rechtsstaatlichen Demokratie unter den Bedingungen kultureller Vielfalt kaum möglich ist, die Bürger auf eine kulturelle Manifestation zu verpflichten, abgesehen von einer Verpflichtung auf Verfassung und Grundrechte also die politische Identifikation. Nichtsdestotrotz wird die Frage immer relevanter, inwieweit eine öffentliche Anerkennung zumin­dest der religiösen Identität aller Bürger vonnöten ist. Durch eine solche Anerkennung werden die unterschiedlichen religiösen Erscheinungsformen zu einem legitimen Ausdruck innerhalb der jewei­ligen Nation. Generell lässt sich eine Bedeutungszunahme der Religion bei gleichzeitig stattfindenden Säkulari­sierungstendenzen in der Moderne beobachten(vgl.: Schieder 2001: 22 ff.; Meyer 2005). Religio­nen als umfassende Sinn- und Weltdeutungssysteme vermitteln Werte, die kompatibel oder nicht www.fes-online-akademie.de Seite 19 von 26