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Rettende Augenblicke : Überleben im Nazi-KZ
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18 Nach der Befreiung holte Sigmund sein Abitur nach und wurde später Arzt. Rätselhafte Vorfälle Wer über die Vergasungen Bescheid wusste, der verrohte, sagt Heinz(*12). Das galt auch häufig für sogenannte Blockälteste, die mit den Häftlingen, die ihremBlock zugeordnet waren, Schicksal spielen konnten. Es war nicht Heinz allein, der diese Verrohung feststellte, der darunter litt und später sogar darüber sprechen konnte. Heinz erlebte aber auch völlig Unerklärliches. Einer dieser total verrohten Typen habe ihm plötzlich einmal- ihm persönlich- Suppe gegeben, als er gar nicht damit hatte rechnen können.Keine Ahnung, warum. Oder dieser Kapo, den Malka(*13) in Auschwitz traf. Als sie mit Mutter, Vater, Schwester dort eingeliefert worden war, sah es so aus, als sei nun ihr Leben vorbei.Mutter, Vater, Schwes­ter wurden sofort vergast. Sie aber wurdeaussortiert, kam erst zum Bau, musste Klos putzen und wurde dann der Schnei­derei zugeteilt.Da war eine SS-Frau. Die hatte einen riesen­großen Hund. Den ließ sie, einfach so,aus Sport, auf die Leute los.Mir hat er das Fleisch aufgerissen, sagt Malka. Dann wurde sie als einziges Mädchen ihrer Gruppe in die dorti­ge, kleine Tischlerei versetzt, obgleich sie von Tischlerarbeit nichts verstand.In dieser Tischlerei, berichtet sie,war ein Kapo, der brüllte dauernd in der Gegend rum. Permanent war der beim Schimpfen. Aber wenn gerade mal keiner hinguckte, half er mir, wenn ich bei dieser Arbeit Fehler machte. Er