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Rettende Augenblicke : Überleben im Nazi-KZ
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48 Menschen ihrer Umgebung befreunden zu können. Auf diese Weise fand sie immer wieder Unterstützung. Inzwischen akzeptiert Esther, was ihr ein amerikanischer Psychiater später einmal zu erklären versuchte. Sie habe damals, in den KZ's,in einer Schale gelebt. So sei es wohl gewesen, sagt Esther heute,ich habe das Al­lerschlimmste einfach nicht an mich heran gelassen. Politisches Interesse Sie hieß später Frau S.(*22).Damals, in Auschwitz- erzählt sie-war es für mich ganz gewiss lebensrettend, dass ich schon von frühester Jugend an politisch interessiert war. Was hat es in Auschwitz genutzt, politisch interessiert zu sein? Ich wusste, sagt sie,dass ich unbedingt wissen musste, was sich draußen abspielte. Gerüchte oder auch nicht: Man musste irgend etwas wissen, das einem Mut machte. So wollte sie unbedingt darüber informiert sein,was da draußen für Schlachten geschlagen wurden. Wann und wo wur­de gekämpft? Ihr Mann, der zu jener Zeit gleichfalls in Auschwitz war, al­lerdings bevor sie sich kennen lernten, gibt ein Beispiel aus dem Jahr 1944.Da hatte man irgendwie erfahren, dass amerikani­sche Truppen in der Normandie gelandet waren. Da hieß es bei uns im Lager, sie seien bereits in Paris. Sie waren aber immer noch tief in der Normandie. Oder über die Russen:Man hörte bei uns, die Russen seien bereits in Warschau. Zu der Zeit waren sie aber immer noch irgendwo in Russland.