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Rettende Augenblicke : Überleben im Nazi-KZ
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42 Zwei Ohrfeigen Diese ewige Menschen-Verschlepperei! Edith und ihre Familie(*20) lebten in der Tschechoslowakei. Erst war es der Bruder, der vor den Nazis hatte fliehen wollen. Er wurde nach Treblinka gebracht und dort-angeblich, sagt Edith- gleich am ersten Tag per Genickschuss ermordet. 1942 wurden auch die übrigen Familienmitglieder abtrans­portiert. Sie selbst fand sich auf dem Umweg über ein Sammel­lager in Bratislawa schließlich in Auschwitz wieder: tätowiert, geschoren, von Läusen zerfressen, mit schmutzigen Lumpen bekleidet. Was ihr beim Überleben half, war wohl ihre charakterliche Grundausstattung mit der Fähigkeit, in schwierigen Situationen mutig zu bleiben. So berichtet sie über die Zeit vor den Deportationen: Sie habe sehr wohl einenJudenstern bekommen und ihn eigentlich ständig tragen müssen.Aber wenn man ihn nicht trug, passierte nichts. Sie hat es also gewagt, das Nichttragen auszuprobieren. Nach der Einlieferung in Auschwitz hatte sie eine Karteikarte auszufüllen. Darin mussten unter anderem auch die Ausbildung und individuelle Fähigkeiten angegeben werden. Sie hatte Päda­gogik studiert. Beim Ausfüllen der Karte sei sie in allen Punkten bei der Wahrheit geblieben. Das habe sich später als überaus wichtig erwiesen. Zunächst wurde Edith zur Arbeit in der sogenannten Kleider­kammer eingeteilt.Da war man ein bisschen geschützter, stellt sie fest. Wäsche und Kleidung kamen von denZugängen im KZ. Sie musste Wäsche stapeln und erinnert sich daran, dassHol­länderinnen und Belgierinnen die schönste Wäsche gehabt ha-