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Rettende Augenblicke : Überleben im Nazi-KZ
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21 Anna war wieder mit ihrer Mutter zusammen.Unfassbar. Er hat es gemacht. Glück und eigene Initiative. Im Gegensatz zu Anna verlor Adele(*16) ihre Mutter gleich nach der Ankunft in Auschwitz.Meine Mutter war völlig ge­sund, 56 Jahre alt, aber sie wurde'nach rechts' auf einen Wagen kommandiert. Ich habe sie niemals wieder gesehen. Das wusste Adele allerdings noch nicht, als sie nach links di­rigiert worden war. Bevor sie aus dem Ghetto, in dem sie zu­nächst mit ihrer Mutter gelebt hatte, in die Viehwaggons nach Auschwitz steigen mussten, hätten sie beide erst einmalGlück gehabt, erzählt Adele.Da war eine Hebamme, die musste alle Frauen daraufhin untersuchen, ob sie vielleicht Schmuck oder andere Wertsachen in ihrer Gebärmutter versteckt hatten. Ade­le und ihre Mutter gerieten, sagt sie,an eine nette Hebamme. Die sagte uns mit Blick auf die draußen wartenden SS-Leute, wir sollten uns jetzt 5 Minuten lang ganz ruhig bei ihr aufhalten, dann könnten wir gehen. Es war Anfang Juni 1944. In Auschwitz, wo sie ihre Mutter verlor, war alles überfüllt. Sie brauchte dort nur wenige Tage lang zu bleiben und kam dann in ein Konzentrationslager nach Krakau. Mit 1.500 Leuten sei sie in die sogenannte ungarische Baracke eingeliefert wor­den.Ein riesiges KL stand dick auf unseren Rücken. Damit waren wir als Konzentrationslager-Häftlinge gekennzeichnet. Ständig verfolgt von der SS mit ihren Hunden, musste sie schwere Steine schleppen.Ich beschloss dann, das nicht mehr zu tun. Am nächsten Tag schloss sie sich einer anderen Gruppe an, bei der sie nicht Steine schleppen musste.Abends ging ich