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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
Entstehung
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Abbildung 1: BIP pro Kopf in ausgewählten Ländern, 1700-2000 BIP pro Kopf * 30.000 28.000 26.000 24.000 22.000 20.000 18.000 16.000 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 1700 1820 1830 1840 * 1990 international Geary-Khamis dollars 1850 1875 1900 1925 Jahr 1950 1960 1970 1980 1990 2000 Quelle: Eigene Darstellung nach Maddison 2003: 58ff Deutschland Großbritanien Schweden USA empirica 2.2 Globalisierung und Strukturwandel Gewinner und Verlierer Der Kapitalismus ist ohne Zweifel eine ökonomische und technische Fortschrittsmaschine, behaftet mit dem Makel, dass ihre Antriebe auf egoistischem Gewinnstreben oder den Eigeninteressen seiner Akteure beruhen, mit der Folge, dass die Interessen der abhängig Beschäftigten unter die Räder gera­ten können. Gerade Menschen, die eine möglichst von Altruismus geprägte Wirtschaftsordnung erseh­nen, reagieren nur mit Zorn, wenn gestützt auf Rentabilitätskalküle oder nach Verlustperioden Ar­beitsplätze stillgelegt oder verlagert werden, wobei diese wirtschaftlichen Entscheidungen, die Zerstö­rung menschlicher Berufsschicksale nur insoweit in ihre Kalkulationen miteinbeziehen, wie ihre Fol­gekosten den Unternehmen zugerechnet werden. Empörung ruft hervor, dass zahlreiche Entlohnungs­systeme von Vorstandsmitgliedern großer internationaler Gesellschaften oft mit der Begründung inter­nationaler Usancen aus dem Ruder gelaufen sind. DieVernichtung von Arbeitsplätzen im Struktur­wandel als Folge von Verlustdrohungen oder Rentabilitätskalkülen wird gerade unter den Bedingun­gen hoher Arbeitslosigkeit als unerträglich erlebt. Die Öffentlichkeit nimmt emotional Anteil, dennes hätte auch mich treffen können. Man kann diese Widerstände nachvollziehen. Sie bringen jedoch keine Lösung für die Suche nach wirtschaftlicher Entwicklung, nach Wachstum, nach Vollbeschäftigung, nach sicheren Einkommen - 4-