2.2 Einwanderungspolitik betreiben Die bisherige ungesteuerte Einwanderung hat die Entwicklungsprobleme der Bundesrepublik verschärft, weil das Angebot an niedrig qualifizierten Erwerbstätigen trotz unzureichender Nachfrage ständig erhöht wurde. Die fehlgeschlagene Integration vergrößerte bei schwachem Wachstum die Ungleichheit. Der Nachwuchsmangel bei weiter bestehenden Bildungsdefiziten zwingt künftig, eine Zuwanderung qualifizierter Erwerbstätiger soweit wie möglich gezielt anzuregen. Eine arbeitsmarktorientierte Einwanderung liegt im Interesse der Bundesrepublik. 2.3 Die Zahl der„Humankapitalisten“ erhöhen Weil kein Land ohne enorme Schäden zum Globalisierungsaussteiger werden kann, müssen die Arbeitnehmer in die Lage versetzt werden, sich an der Globalisierung zu ihrem Vorteil zu beteiligen. Voraussetzung bleibt eine steigende Kapitalintensität und ständig verbesserte Produkte und Produktionsbedingungen sowie eine hochwertige Grund- bzw. Erstausbildung und ständige, hohe Investitionen der Arbeitnehmer in das eigene Humankapital. Es bestehen noch erhebliche Defizite im Bildungssystem: – Eine zu geringe Nachfrageorientierung. – Die Bildungspotenziale werden zu wenig ausgeschöpft. Schulen agieren vor allem gegenüber Kindern aus Zuwandererfamilien zu wenig motivierend. – Das nach wie vor dominierende„Dreiklassensystem“ im Schulwesen führt zu ungleichen Bildungschancen. Integrierte Schulmodelle kommen in vielen anderen Ländern(z.B. Neuseeland, Finnland) zu besseren Ergebnissen. – Zu wenig Bemühung um eine bessere Bildungsmotivation. - 19-
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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
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