III. WAS TUN? ODER WIE KANN DEUTSCHLAND GLOBALISIERUNGSGEWINNER BLEIBEN? 1. Standortpolitik ist mehr als Fachpolitik Es gibt keine spezielle Standortpolitik analog zur Verkehrspolitik oder Agrarpolitik. Länder werden auch nicht wie Einzelunternehmen aus Märkten verdrängt und gehen auch nicht in Insolvenz, weil ihre Produkte zu teuer geworden sind. Sinkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eines Landes, dann kommt es u.U. zu Währungsabwertungen. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen kann dann durch Druck auf die Realeinkommen in der Exportwirtschaft erhalten werden. Genau das ist natürlich kein Ziel. Angestrebt wird eine Beteiligung am internationalen Handel unter Bedingungen der Vollbeschäftigung und des Einkommenswachstums, das wiederum von den eigenen Produktivitätssteigerungen oder auch von Verbesserungen der Terms of Trade abhängt. Eine Strategie der ständigen Aufwertung des Standorts muss alle in der Einleitung aufgezählten Einflussfaktoren verbessern: Humankapital und die wirtschaftlich relevanten Verhaltensweisen, Infrastruktur und den Prozess der Innovationen in Unternehmen. Wir haben einige unter den erwarteten Bedingungen relevante Handlungsfelder herausgegriffen. 2. Den„Arbeitsstandort“ in der Globalisierung verbessern 2.1 Mehr Geburten ermöglichen Die Bürger Deutschlands gewähren sich hohe Ansprüche an die sozialen Sicherungssysteme bei niedrigen Geburtenraten, was zu hohen Belastungen für die jeweils nächste Generation führen muss. Dies gilt insbesondere für die Babyboom-Generation. Daraus erwachsen nicht genau abschätzbare, sehr langfristige Risiken für die Entwicklung des Standorts. Eine bisher nur in Ansätzen formulierte Familienpolitik als Geburtenpolitik könnte in Fristen von 30-50 Jahren Entlastungen bringen. Gegenwärtig werden Eltern gegenüber Kinderlosen möglichst gleichgestellt. Eine bewusste Geburtenpolitik etwa durch Förderung der Geburt dritter Kinder in den Familien wurde vermieden. Es ist offen, ob unter künftigen Entwicklungsbedingungen die Dringlichkeit einer spezifischen Geburtenpolitik zunehmen wird. Familienpolitik bleibt im Fluss. - 18-
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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
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