Abbildung 6: Zur Evolution der Wirtschaftsordnung und der wirtschaftspolitischen Aufgaben Soziale Marktwirtschaft (Typ Erhard) - Dominanz der Ordnungspolitik (Sicherung des Wettbewerbs) - Massive Deregulierung, insbes. Aufhebung der Preisbindung bis hin zum Wohnungsmarkt nach dem Kriege - Massive Förderung der privaten Investitionen, insbesondere industrielle Investitionen, durch Abschreibungserleichterungen - Soziale Absicherung durch Nutzung der Wachstumsdividende, insbes. dynamische Rente Konvergenz in der Evolution Weiterentwicklung zur Überwindung der evolutionsbedingten neuen Defizite Soziale Marktwirtschaft (Typ demokratischer Sozialismus) - Dominanz der Nachfragepolitik und Globalsteuerung - Massive Interventionen durch fiskalische Steuerung(globale Nachfragesteuerung, Verteilungspolitik durch sehr progressives Steuersystem) - Hohe Infrastruktur und Bildungsinvestitionen sowie hochwertige soziale Dienste Stärkung der Nachhaltigkeit in allen relevanten Bereichen - Demografisch durch Einwanderung oder steigender Geburtenraten - Fiskalisch durch Abbau von Schulden „jetzt“ und Eingrenzung der Ansprüche an die Zukunft - Ökologisch durch erneuerbare Energien und eine wachsende Recyclingwirtschaft sowie ökologisch sparsame Lebensformen - Sozialsystem Weiterentwicklung einer angebotsorientierten Wachstumspolitik - Verbesserung der Mikrosteuerung - Förderung neuer Technologien und Innovationen - Stärkung der Bildung von Humankapital als Schlüsselinvestition - Förderung für mehr Entrepreneurship - Verbesserte Funktionsweise der Arbeitsmärkte u.a. durch Mindesteinkommenspolitik durch Lohnergänzungsleistungen für Niedrigqualifizierte. Keine bundesweite gesetzliche Mindestlohnpolitik Nachhaltige und integrative Wachstumswirtschaft für eine weiter erfolgreiche Globalisierung - Hohe Priorität für Wachstum, da die Wachstumsschwäche zur wesentlichen Quelle einer neuen Ungleichheit wurde. Dies wäre auch eine Voraussetzung für Vollbeschäftigung und geringerer Ungleichheit. Quelle: Eigene Darstellung Ulrich Pfeiffer/empirica - 15-
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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
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