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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
Entstehung
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Die Quote der Hochqualifizierten unter den jüngeren Arbeitsnehmern hat sich gegenüber einem inter­nationalen Trend im Vergleich zu den älteren Arbeitnehmern in Deutschland nicht erhöht. Der Anteil der Studienanfänger lag im Jahr 2004 mit 35% deutlich unter dem OECD-Schnitt von 51%(OECD 2004). Der Standort braucht mehr akademischen, vor allem technischen Nachwuchs. Die Politik könn­te zum Beispiel die Zahl der ausländischen Studenten an deutschen Hochschulen durch entsprechende Maßnahmen(z.B. keine Studiengebühren, Studiengänge in englischer Sprache) weiter erhöhen, eine bestimmte Quote dieser Akademiker dürfte anschließend zumindest für eine gewisse Zeit in Deutsch­land bleiben. Es bleibt weiter wichtig, die Ausbildungszeiten zu verkürzen. Studiengebühren hätten nicht nur einen Finanzierungseffekt. Ihr Steuerungseffekt würde dazu beitragen, die Lebensarbeitszeit durch kürzere Studiendauer zu erhöhen. 2.4 Um international mobile Hochqualifizierte werben Hochqualifizierte Erwerbstätige werden international immer mobiler. Für viele wird es fast schon Routine nach Schüler- und Studentenaustausch auch einige Jahre nach dem Studium im Ausland zu verbringen. Immer mehr können auf Dauer im Ausland verbleiben. So arbeiteten im Jahr 2005 nach Angaben der German Scholars Organisation(GSO) ca. 6000 junge Forscher aus Deutschland allein in den USA, von denen schätzungsweise ein Viertel nicht zurückkehren wird. 4 Das ist sicher noch keine beunruhigende Dimension. Dennoch muss die Politik künftig mehr auf die Attraktivität des Standorts für hoch qualifizierte Erwerbstätige achten. Der Standortwettbewerb erreicht eine neue Dimension. 2.5 Sozialstandards in der Globalisierung, Rückgang von exzessiven Geburtenraten Im Entwurf zum Grundsatzprogramm der SPD heißt es: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erleben, wie selbst florierende Unternehmen verlagert werden. Anonyme Fondsmanager kaufen und verkaufen Firmen wie Händler ihre Ware auf dem Großmarkt nicht immer zum Wohl dieser Firmen, ihrer Belegschaften und ihrer Lieferanten und Kunden. Dem Finanzkapital erschließen sich durch die Integration neuer Märkte und neuer Technologien immense Renditemöglichkeiten. Die Logik des schnellen Profits und überzogener Renditeforderungen führt allzu oft dazu, dass langfristige Investitionen in neue Arbeitsplätze ausbleiben. Diese Form der Globa­lisierung droht die Gesellschaft zu spalten: In jene, die mit ihren Vermögen durch Finanzmärkte profi­tieren und jene, die die Folgekosten zu tragen haben(Bremer Entwurf: Neues Grundsatzprogramm der SPD, Januar 2007: 6). 4 Zitiert nach: Stefan Biestmann:Ein Viertel kommt nicht zurück, in: Der Stern, www.stern.de, 05.11.2005. - 22-