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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
Entstehung
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II. DEUTSCHLAND ALS(GEFÄHRDETER?) GLOBALISIERUNGSGEWIN­NER? 1. Exportweltmeister bei schwächerer lokaler Wirtschaft Deutschland blieb trotz Wachstumsschwäche in den letzen 20 Jahren fast ständig exportstark. Der Export war immer wieder die wichtigste Wachstumsstütze. Der TitelExportweltmeister für die Gü­termärkte(ohne Dienstleistungen) wird wie eine politische Monstranz an der Spitze der Erfolgsindika­toren vorausgetragen. Noch für einige Zeit dürfte dies so bleiben. Doch auf längere Sicht werden Länder wie China, Indien oder auch Brasilien als Folge ihrer Größe und eines Aufholwachstums absolut mehr exportieren. Das hat jedoch für uns fast keine Relevanz. Die entscheidende Aufgabe in Deutschland bleibt es, ein hohes Wachstum bei Vollbeschäftigung zu erreichen, weil nur so für die einzelnen Bürger und die Politik Handlungs- und Freiheitsspielräume auch für wieder mehr Gleichheit und Nachhaltigkeit entstehen. Abbildung 4: Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt in europäischen Ländern, USA und Japan(in Prozent), 2005 EU(25 Länder) USA Japan UK Frankreich Deuts chland 0 9,9 7,7 12,3 17,2 21,6 34,8 5 10 15 20 25 30 35 40 Japan, USA: Werte für 2004 Quelle: Eurostat(o. J.), Zitiert nach: Uwe Thomas:Das fabelhafte 3%-Ziel. Perspektiven von Forschung und Entwicklung in Deutschland, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2007, S. 17. Man könnte eine gewisse Schwäche darin sehen, dass große Teile des deutschen Exports in die EU­Länder und dort wiederum in die Länder der Währungsunion gehen also eher in einen Binnenmarkt, wobei diese Länder vor ziemlich parallelen Problemen stehen, was gemeinsame politische Antworten erfordert. - 10-