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Internationaler Standortwettbewerb : wie kann Deutschland Globalisierungsgewinner bleiben?
Entstehung
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Abbildung 2: Sektorale Entwicklung der Beschäftigung, Deutschland, 1800-2000 Quelle: MEA(2006): 2 empirica In der politischen Diskussion sollten wir es uns verkneifen, Einzelfälle und extreme Ausnahmeer­scheinungen zum normalen Gesicht des Kapitalismus umzuinterpretieren. Wir sollten es uns verknei­fen, Unternehmen, die ihre Rolle wahrnehmen und Produkte zu möglichst geringen Kosten und mit möglichst wenig Arbeit erzeugen, fast schon zu kriminalisieren. Es gilt: Die lange Wachstumsschwäche war die wichtigste Ursache einer neuen Ungleichheit. Neue Arbeitsplätze sind wichtiger als neue Sozialprogramme. Die gegenwärtige wirtschaftliche Realität ist nach strukturellen Reformen und nach der Bewältigung der Übergangslasten aus der Wiedervereini­gung und den Übergangslasten aus der Währungsunion deutlich günstiger als noch vor wenigen Jah­ren. Dazu haben auch nachfrageorientierte Lohnentwicklungen und flexiblere Lohnstrukturen sowie bessere Kapitalverwendung beigetragen. Die jetzigen wirtschaftlichen Erfolge sind auch das Ergebnis von realistischeren Verhaltensweisen als noch zu Ende der Neunzigerjahre. 2.3 Globalisierung und Arbeitsmärkte Seit Beginn der Achtzigerjahre hat die Dynamik der weltwirtschaftlichen Integration im Vergleich zu den vorherigen Entwicklungen deutlich zugenommen. Von 1985 bis 2003 ist das reale Welt­Bruttoinlandsprodukt um das 1,6-fache angestiegen. Dieser Wachstumsprozess ging mit einer knappen Verdreifachung der Weltexporte einher. Das pragmatisch wichtigste Ereignis der letzten 20 Jahre war - 6-