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Karl Marx im Museum der Gegenwart : das Karl-Marx-Haus in Trier und seine Dauerausstellungen im historischen Wandel 1968-2018
Entstehung
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KARL MARX IM MUSEUM DER GEGENWART 5 Vorwort von Elisabeth Neu In der Geschichte des Geburtshauses von Karl Marx, die um 1727 mit dem Bau eines bürgerlichen Wohnhauses im typischen Trierer Barockstil begann, nimmt seine Nut­zung als Museum nur einen relativ kurzen Zeitraum ein. Nach der Wiederentdeckung des Gebäudes im Jahre 1904 als Wohnadresse der Familie Heinrich und Henriette Marx von April 1818 bis September 1819 und damit als Geburtshaus ausschließlich des drit­ten der neun Kinder des Ehepaars wurde es 1928 von der SPD gekauft, die es nach Nazi-Besetzung erst 1947 als Marx-Gedenkstätte und Museum für die Geschichte der Arbeiterbewegung eröffnen konnte. Zum regulären Museum wurde das Haus erst 1968 mit der Übergabe an die Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Jahr des 200. Geburtstags von Karl Marx 2018 feierte das Museum sein 50-jähriges Bestehen. Zur Geschichte des Hauses und zur Entwicklung des Museums wurde eine Dokumen­tation angelegt und weiterentwickelt, die heute zum Bestand des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung gehört. Eine Publikation von Jürgen Herres zu den ersten 25 Jahren des Museums erschien 1993. Margret Dietzen und Elisabeth Neu resümierten 2013 in einem Tagungsbericht die Entwicklung des Hauses in den fol­genden 20 Jahren. Mit Christoph Herkströter führt nun ein junger Historiker die wissenschaftliche Aus­einandersetzung mit den Dauerausstellungen des Karl-Marx-Hauses fort. Ausgehend von der neuen, 2018 eröffneten Ausstellung blickt er in seiner Arbeit zurück auf die letzten vier Dauerausstellungen von 1968, 1983, 2005 und eben 2018. Betreut wurde seine Masterarbeit von Prof. Dr. Thomas Welskopp, der nicht zuletzt als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der neuen Dauerausstellung ausgewiesener Experte für die­se Thematik ist. Dieser Blick von außen auf die Schwerpunktsetzungen der Ausstellun­gen im Karl-Marx-Haus vor ihrem jeweiligen historischen Hintergrund leistet einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Geschichte des Hauses das in der Schau von 2018 erstmals als größtes Ausstellungsobjekt in den Vordergrund gerückt wurde und seiner historisch-politischen Zielsetzung, Karl Marx und seine Ideen als wichtiges Erbe der Sozialdemokratie sichtbar zu machen. Wir danken Herrn Herkströter für die­se hervorragende Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg für seine weitere wissenschaft­liche Tätigkeit. Trier, 24.11.2020 Elisabeth Neu